Studenten im praktischen Einsatz für die Natur

Erfolgreicher Studenteneinsatz am Hesselberg
„Damit etwas zur Tradition wird, muss es mindestens dreimal stattgefunden haben“, so das fränkische Prinzip zu „Tradition“, erklärt Norbert Metz vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken.
Für die Studenten*innen-Einsätze am Hesselberg wurde mit dem Aktionstag Mitte Januar diese „Traditionshürde“ übersprungen. Zum dritten Mal kamen nach Aufruf von Norbert Metz (Landschaftspflegeverbandes Mittelfranken) und Professor Martin Döring 17 Studentinnen und Studenten des Studienganges Umweltsicherung zum Hesselberg. Ziel war es, wie in den vergangenen Jahren auf der Röckinger Bergseite, die sark zunehmenden flach wachsenden Wacholder auf dem Gerolfinger Hesselberg Südhang auszudünnen, da diese für erhebliche Beeinträchtigungen des Magerrasens aber auch der Beweidung sorgen. Mit großem Eifer und Fleiß gingen die Studenten*innen ans Werk und zogen beharrlich die von Gerolfinger Unterstützern gesägten Wacholder vom Hang auf einen großen Haufen am Hangfuß.
„Und das Ergebnis kann sich sehen lassen“, so Norbert Metz und Prof. Döring übereinstimmend. Fast 150m² Wacholdermaterial konnten in den 4 Stunden des Einsatzes
geschnitten und am Hangfuß zur Verarbeitung zu Hackschnitzel abgelegt werden. Mit dem tollen Engagement konnten die jungen Leute auch großen Eindruck bei den Gerolfingern machen. „Das die sich mit solch einem Eifer für den Berg engagieren, hätten wir nicht erwartet“, so einer der Beteiligten. Als Lohn für die Mühen gab es neben einer Brotzeit zum Abschluss ein gemeinsames Mittagessen mit Lammbraten im Gasthaus Losert. Nachdem einige Studenten bereits zum dritten Mal dabei waren, ist davon auszugehen, dass auch im kommenden Jahr die Studentenaktion als Ergänzung zu den bürgerschaftlichen Entbuschungstagen der Gemeinden Ehingen, Röckingen, Gerolfingen und Wittelshofen stattfinden wird. An diesen Aktionstagen der Gemeinden im Herbst hatten bereits fast 100 Helferinnen und Helfer, darunter auch eine große Gruppe von Gleitschirmfliegern, teilgenommen.

„In diesem Umfang und dieser Kontinuität – diese Form der Bürgerbeteiligung an Pflegearbeiten gibt es am Hesselberg bereits seit 1997 - gibt es in Bayern keine
vergleichbaren Projekte mit bürgerschaftlichem Engagement für die Kulturlandschaft“, so Norbert Metz abschließend.


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