Offener Boden für die Artenvielfalt

Offener Boden und Artenvielfalt - zwei Begriffe die sehr gut zusammen passen können. So auch im Biotopkomplex bei Eggenthal

Um bodenbewohnenden Insekten wie die Mauerbiene zusätzliche Lebensräume zu bieten und damit die Artenvielfalt weiter zu fördern, wurde Anfang April streifenweise Oberboden im Biotopkomplex bei Eggenthal abgeschoben. Dazu wurden insgesamt drei Streifen mit Maßen von ca. 8x35 m geschaffen.  Die offenen Bodenstellen wurden mit Hilfe eines Radbaggers der Firma Grillenberger geschaffen. Dabei wurde der Humus flach abgeschoben. Wichtig war der Projektbetreuung des LPV,  dass die Streifen für eine spätere Bewirtschaftung weiterhin mähbar bleiben und sich keine Mulden bilden, in denen sich Wasser ansammelt. Denn die offenen Stellen dürfen nun von alleine wieder zuwachsen. Da der nährstoffreiche Oberboden großteils abgetragen ist, werden sich hier vor allem Magerkeitszeiger ansiedeln und offene Bodenstellen auch weiterhin erhalten bleiben. Somit ist der Lebensraum von Wildbienen gesichert, aber auch Platz für Flora geschaffen, die in der intensiv gedüngten Feldflur ansonsten kaum noch anzutreffen ist. Damit der fruchtbare Oberboden nicht verloren ist, wurde er von örtlichen Landwirten abgefahren und auf ihre Äcker wieder aufgebracht. So bereichert der Humus die flachgründigen Böden des Hahnenkamms und muss nicht entsorgt werden. Der Biotopkomplex bei Eggenthal befindet sich innerhalb des BNN-Projektes Biotopverbund Hahnenkamm, dessen Ziel die Schaffung und Verknüpfung artenreicher Lebensräume und Refugien ist. Mit dieser Maßnahme wurde ein wichtiger Beitrag zum Projekt geleistet. Ein Gewinn für alle Beteiligten, vor allem aber für die Natur.


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