Obstbäume erhalten frischen Schnitt

Insgesamt 65 alte Obstbäume konnte der LPV zusammen mit drei Baumwarten im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wieder in Form bringen. Im Rahmen des Pilotprojektes wurden drei Standorte mit besonders alten und pflegebedürftigen Bäumen ausgewählt. Dabei durften die Baumwarte Walter Wißmüller und Karl Traub am Flüglinger Berg und der Sophienhöhe in Weimersheim und Erwin Härtfelder am Andresranken in Heidenheim Hand anlegen. Obstbäume sind Kulturpflanzen und benötigen Pflege durch den Menschen. Ohne regelmäßige Schnittarbeiten vergreisen Obstbäume stark, tragen nur wenige Obst und brechen unter ihrer Last zusammen. Dabei sind das keine Erscheinungen des "Obstbaumalters", sondern ist auch bei jungen Bäumen häufig zu beobachten. Doch Streuobstbestände sind wichtige Refugien für die Artenvielfalt, sie gelten als "Regenwälder Frankens" und müssen daher unbedingt erhalten, gepflegt sowie erweitert und verjüngt werden. Bei den Flächen in Weimersheim und Heidenheim handelt es sich zudem nicht nur um besonders alte und pflegebedürftige Bäume, sondern auch um sehr seltene Apfel- und Birnensorten, die es zu erhalten gilt. Die Pflegearbeiten laufen seit Januar 2021 und werden noch bis Anfang März dauern. Denn anders als Hecken dürfen Obstbäume über Ende Februar hinaus geschnitten werden. Der LPV schneidet in der Regel bis Mitte April.

Die Maßnahme konnte über die Landschaftspflege- und Naturparkrichtlinie über die Regierung von Mittelfranken mit 90 % der Gesamtkosten bezuschusst werden. Den verbleibenden Eigenanteil übernehmen die Kommunen Weißenburg und Heidenheim und nehmen damit eine Vorbildrolle im Landkreis ein.


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