Naturschutz mit der Kettensäge

Derzeit sind wieder an vielen Orten in Mittelfranken die Pflegetrupps des Landschaftspflegeverbands unterwegs, um Hecken auf den Stock zu setzen - so wie hier in Puschendorf (Landkreis Fürth). Diese Verjüngungskur sorgt dafür, dass die Hecken dicht wieder austreiben und ihre Funktion als Lebensraum und Brutplatz, aber auch als Windschutz für die Landwirtschaft behalten. Es werden immer nur Abschnitte gepflegt, in der Regel bis zu einem Drittel der Hecke - hier kommt fast alles weg, ein Baum als Überhälter darf aber mal stehen bleiben, und auch tote Stämme mit Bruthöhlen werden so weit wie möglich erhalten. Die abgeschnittenen Sträucher und Bäume wachsen schnell wieder nach. Nach einigen Jahren kommt der nächste Abschnitt dran, so dass in der Hecke immer unterschiedliche Altersklassen von Gehölzen vorhanden sind. Das gewährleistet am besten eine hohe "Biodiversität", also die Vielfalt von Arten und Lebensraumangeboten. Das abgeschnittene Holz wird übrigens gehäckselt und als Heizmaterial bzw. als regenerative Energie zur Stromerzeugung verwendet.

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© Landschaftspflegeverband Mittelfranken