Der Vertrag für das BayernNetzNatur-Projekt Karlsgraben – Rezataue ist unterschrieben
Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker, Landrat Manuel Westphal, OB Jürgen Schröppel und LPV-Sprecher Gerhard Wägemann setzten ihre Unterschriften unter die Trägervereinbarung.
Bereits am 11. November 2025 wurde das lange geplante Bayern NetzNatur-Projekt „Karlsgraben-Rezataue" vom Stiftungsrat des Bayerischen Naturschutzfonds einstimmig genehmigt. Jetzt wurde im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen die Trägervereinbarung von Landrat Manuel Westphal, Treuchtlingens Erster Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker, Weißenburgs Oberbürgermeister Jürgen Schröppel und LPV-Sprecher Gerhard Wägemann unterzeichnet. Schwerpunkte werden bei dem Projekt unter anderem auf die extensive Bewirtschaftung von Grünland, die Förderung naturnaher Gewässerstrukturen, die Optimierung der vorhandenen Wiesenbrüterhabitate, die Sicherung von etablierten Biberhabitaten und die Einbindung einer breiten Öffentlichkeit gelegt. Der beantragte Förderzeitraum beträgt drei Jahre und endet im Dezember 2028. Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf gut 559.000 Euro.
Somit stehen zunächst für einen Zeitraum von drei Jahren erhebliche Fördermittel mit einem Fördersatz von 85 Prozent zur Umsetzung von Maßnahmen und zum Projektmanagement zur Verfügung. „Es ist erfreulich, dass jetzt auch der naturschutzrechtliche Teil unter Dach und Fach ist“, sagte OB Schröppel bei der Vertragsunterzeichnung. Bürgermeisterin Kristina Becker war ebenfalls froh, dass der Prozess, der als Idee 2018 geboren wurde, jetzt zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen ist: „Jetzt muss noch der historische und archäologische Teil ausgearbeitet werden.“
Altlandrat und LPV-Sprecher Gerhard Wägemann betonte, dass gerade in der momentanen sehr problematischen Fördersituation die Förderzusage besonders erfreulich sei. Damit könne nun nach dem bereits 2018 für die Städte Weißenburg und Treuchtlingen geförderten Ankauf von Flächen im Bereich des Bodendenkmals und der Aue im Rahmen der Flurneuordnung mit der geplanten Umsetzung von Maßnahmen begonnen werden.
Das Projekt ist bereits im Entwurf des Natur- und Umweltprogramms 2026 des Landkreises abgebildet. Vor der Erstellung des Förderbescheides war allerdings der Abschluss einer Trägervereinbarung der Projektbeteiligten - Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Stadt Weißenburg, Stadt Treuchtlingen und Landschaftspflegeverband – noch notwendig. Hierfür hatte der LPV Mittelfranken auf Basis einer Vorlage des Bay. Naturschutzfonds einen Entwurf erstellt. Das in den Grundzügen bereits vor geraumer Zeit erstellte Umsetzungskonzept und der genehmigte Finanzplan des Projektes wurde mit den beteiligten Städten und dem Landkreis bereits vorher abgestimmt. Als langjähriger Dienstleister übernehme der Landschaftspflegeverband sehr gerne für die beiden Städte und den Landkreis die Gesamtkoordination und fachliche Abwicklung des gemeinsamen Projekts, betonten Klaus Fackler und Gerhard Wägemann.
Ziel der Trägervereinbarung im Rahmen des Projekts „Karlsgraben-Rezataue“ ist es im wesentlichen, durch verschiedene Maßnahmen die wertvollen Feucht- und Nassbiotope in diesem Gebiet zu sichern. Auch der lokale Biotopverbund entlang des Karlsgrabens und der Schwäbischen Rezat und zwischen der Altmühl und dem Mittelfränkischen Becken soll erhalten werden. Darüber hinaus soll vor allem auch das Bewusstsein für die kulturhistorische und naturschutzfachliche Bedeutung des Gebiets gesteigert werden, wünscht sich Landrat Manuel Westphal: „Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege bei der Projektumsetzung ergeben sich hierfür sehr große Synergieeffekte.“ Sowohl er als auch sein Vorgänger Gerhard Wägemann waren sich einig: „Das ist ein tolles Projekt für unseren Landkreis!“