Stadtrat versinkt nicht im Moor

Landwirt Hans Heyder auf seinem Weg durch das Moor

Bei einer Exkursion zu einem Niedermoor in Hofstetten, Stadt Roth, konnte sich der Bürgermeister gemeinsam mit vielen Stadträtinnen und Stadträten von der landkreisweiten Bedeutung des Moors überzeugen. Andrea Kerskes von der Regierung Mittelfranken stellte persönlich die Ergebnisse eines aktuellen Gutachtens vor.

Den neuesten Untersuchungen zufolge könnte das Moor, welches seit 1991 durch den LPV gepflegt wird, bis zu 700 Jahre alt sein – was für ein Moor noch relativ jung ist. Aufgrund seines schwierigen Wasserhaushaltes ist das Moor im Laufe der Zeit mit Bäumen und Sträuchern zugewachsen. Erst durch den LPV und ortsansässigen Landwirten, wie Hans Heyder, wurden die Flächen wieder freigestellt. Der Landwirt gab auch gleich eine bildliche Vorstellung der Pflegebedingungen als er im Moor versank. Die Gelder für die Pflege stammen, neben dem Fördertopf der Landschaftspflegerichtlinien, besonders von der Stadt Roth.

Eine große Herausforderung für die Zukunft des Niedermoores wird die Wasserzufuhr darstellen. Der diesjährige trockene Sommer macht sich am Wasserstand deutlich bemerkbar. Wo die Fläche im Frühjahr noch großflächig mit Wasser überstaut war, konnten bei der Exkursion alle trockenen Fußes stehen. Auch der Klimaschutz profitiert vom Erhalt des Moores. Frau Kerskes betonte, dass ein intaktes Hochmoor pro Jahr ca. 30 Tonnen CO2/ha speichert. Ein Niedermoor speichert fast genauso viel.

Um das Potential des Moores in Hofstetten zu erhalten, bedarf es weiterhin intensiver Pflege. Till Scholl und Johanna Sieger (beide LPV) freuten sich, dass diese Pflege zusammen mit der Stadt Roth und dem Stadtförster Thomas Deyerler so unkompliziert abzuwickeln sei. Auch Bürgermeister Ralph Edelhäußer lobte die gute Zusammenarbeit und zeigte sich begeistert über das spannende Biotop und die gelungene Exkursion.


Zurück

© Landschaftspflegeverband Mittelfranken