Jugend gestaltet gemeinsam Zukunft

Eine Pflanzaktion der besonderen Art fand in Gnotzheim statt. 9.Klässler der Rudolf-Steiner-Schule Nürnberg erklärten den Schülern aus der 1.-4. Klasse der Astrid-Lindgren-Schule Gnotzheim die Welt des Streuobstes. Insgesamt 17 Obstbäume wurden dabei gepflanzt. Alle Bäume stammen aus der Sondervermehrung des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Es handelt sich hierbei ausschließlich um alte und selten gewordene Obstsorten.

Die 9. Klassen der Rudolf-Steiner-Schule Nürnberg kommt jedes Jahr im Herbst für drei Wochen in den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und gestaltet in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband ein vielfältiges Landschaftspflegepraktikum. Die Schüler mähen, pflegen Hecken, entbuschen und setzen Pflanzungen um. Mit der Astrid-Lindgren-Schule Gnotzheim kooperiert der LPV ebenfalls seit vielen Jahren und gemeinsam wurden schon einige Umweltbildungsaktionen durchgeführt. Nun war es durch die gute Zusammenarbeit mit Werner Neudorfer (Lehrer an der Rudolf-Steiner-Schule) und Cornelia Klaus (Schulleitung Astrid-Lindgren-Schule Gnotzheim) möglich, diese Pflanzaktion zu gestalten. Sowohl Helen Sylvester (Untere Naturschutzbehörde Weißenburg) als auch Josef Weiß (1. Bürgermeister Gnotzheim) zeigten sich erfreut über die Begeisterung der jüngeren und älteren Schüler. Mit Geduld und Feingefühl erklärten die Großen den Grundschülern die Welt des Pflanzen und des Streuobstes. Über 30 Kinder und Jugendliche waren aktiv.

 Bei der Pflanzung in Gnotzheim handelt es sich um eine Ausgleichspflanzung. Die Pflanzaktion ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie man Ausgleich und Ökokonto mit passenden Projekten in die Landschaft integrieren kann. Streuobst ist ein wichtiger Bestandteil der Kulturlandschaft am Hahnenkamm, weshalb sich auch das BayernNetzNatur-Projekt Biotopverbund Hahnenkamm diesem Lebensraum in besonderem Maße widmet. Durch die gute Kooperation zwischen LPV, Gemeinde und Unterer Naturschutzbehörde konnte hier ein ökologisch hochwertiger Ausgleich umgesetzt werden, der die Sortenvielfalt im Streuobstbereich unterstützt. Ein sehr gutes Beispiel wie Ausgleichsmaßnahmen in die Projektziele und damit in die Kulturlandschaft integriert werden können.

 

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