Auwald wieder angepflanzt

Hand in Hand arbeiteten die Schüler der Grundschule Markt Bibart und entliche freiwillige Helfer bei der Pflanzung von 500 jungen Gehölzen entlang der Bibart. Unter Anleitung der Flussmeisterstelle legten die Helfer einen Auwaldstreifen entlang der Bibart an. Dabei wurde auf einer rund 15 m breiten Fläche des Freistaats Bayern heimische Gehölze eingepflanzt. Neben Bäumen wie Esche, Stieleiche, Bergahorn, Buche, Wildapfel, Wildbirne und Birke wurden auch Sträucher wie Pfaffenhütchen, Schneeball, Hundsrose und Kreuzdorn gepflanzt. Um den Schülern die Arbeit zu erleichtern, wurden die Löcher vorgebohrt.

Ein Ziel der Pflanzaktion ist der Schutz der Bachmuschel. Durch die Anlage des Auwaldes wird die Bibart im Sommer besser beschattet, sodass das Wasser im Sommer kühler bleibt und mehr Sauerstoff gespeichert werden kann. Das kommt sowohl der Bachmuschel als auch anderen Gewässerbewohnern zu Gute. Des Weiteren binden die Pflanzenwurzel die Erde, bei Hochwasser wird weniger Substrat eingeschwemmt und die Uferbereiche sind damit vor Erosion geschützt. Die positiven Effekte gehen noch weiter: Die Pflanzen nehmen Nährstoffe auf und binden diesen. Dadurch geht der Nährstoffeintrag ins Gewässer zurück. Durch den Aufwuchs wird der Hochwasserabfluss verlangsamt und es entsteht neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen der Aue.

Ein Teil der Gehölze wird wohl auch dem Biber schmecken. Deshalb werden einzelne Pflanzen mit einem Verbißschutz versehen. Andere Gebüsche, wie Weiden, treiben nach dem Verbiss wieder aus. Biber und Pflanzen haben sich aneinander angepasst. In Kürze werden noch einige Vogelhäuschen aufgehängt und eine Insektenhotel aufgestellt.

Die Pflanzaktion ist keine einmalige Sache. Bereits im Herbst 2017 wurde der erste Ufersteifen zusammen mit der Grundschule Markt Bibart bepflanzt. Von Altmannshausen bis Oberlaimbach soll so in den nächsten Jahren ein gewässerbegleitender Gehölz- und Auwaldbereich entlang der Bibart entstehen.

Dabei wird den Kindern vermittelt, warum hier gepflanzt wird und was sich auf der gesamten Fläche entwickeln soll. Einige der Kinder waren schon 2017 dabei, besuchen „ihre“ Bäume regelmäßig und freuen sich über das Wachstum ihrer Pflanzen. Auch die Bachmuschel erkennen sie wieder und wissen, was sie für einen intakten Lebensraum braucht. „Learning bei doing“ ist hier der Ansatz.

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