Obstvielfalt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist ein wahres Schatzkästchen für Pomologen und Obstbegeisterte. In den letzten Jahren wurden im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde über 7000 Bäume kartiert und es werden noch weitere Bäume aufgenommen. Dabei sind viele seltene Sorten zu Tage gekommen, die teilweise nur noch mit einem Baum im Landkreis vertreten sind. Neben der Buchleite in Markt Berolzheim kristallisierte sich auch Weimersheim, der Hahnenkamm, Bubenheim und der Jura als wichtige Schlüsselregionen heraus.

Warum ist es so wichtig die Vielfalt der historischen Sorten zu schützen? Alte Obstsorten sind oftmals unempfindlicher gegen Krankheiten, Schädlinge und extreme Trockenheiten. Zudem bieten sie Lebensraum für viele Tierarten.

Deswegen wurden die wertvollsten Sorten in die Vermehrung gegeben. In Zusammenarbeit mit mehreren Baumschulen lies das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen Apfel-, Birn-, Kirsch- und Pflaumensorten vermehren. Diese Bäume stehen in den nächsten Jahren zur Auspflanzung bereit. Die Organisation und Abwicklung dieser Obstpflanzungen übernimmt der Landschaftspflegeverband Mittelfranken. Bei den nachgezogenen Bäumen handelt es sich ausschließlich um Hochstämme, d. h. der Kronenansatz ist auf einer Mindesthöhe von 1,60 m. Um die Kartierungen und Pflanzungen auch nachhaltig zu gestalten, sollen alle gepflanzten Bäume digital erfasst werden, sodass auch in 30 Jahren noch nachvollziehbar ist, welcher Baum die Olivenbirne und welcher die Frankenbirne ist.

Die erste große Obstausgabe fand im Herbst 2016 statt, die nächste Aktion ist für Herbst 2017 geplant. Sobald Informationen zu den vorhandenen Sorten vorliegen, finden Sie Informationen dazu auf dieser Homepage.

Die aktuelle Sortenliste finden Sie untenstehend.

Verfügbare Sorten im Herbst 2017

Sortenliste_2017_Internet_16_10.pdf (346,6 KiB)

© Landschaftspflegeverband Mittelfranken